Geschichte unseres Dorfes

Auch wenn Gallenkirch eine der kleinsten Gemeinden im Kanton Aargau ist, so hat das Dörfchen doch eine alte Geschichte, die weiter in die Vergangenheit reicht als jene vieler grosser Ortschaften. Der Holzstamm im Gallenkircher Wappen deutet auf die Legende hin, wonach ein Bär dem heiligen Gallus das Holz für seine Einsiedelei herbeigeschleppt habe. Der irische Glaubensbote Gallus soll hier gerastet haben, als er 612 mit Kolumban über den Bözberg Richtung St. Gallen zog. Später ist dann ihm zu Ehren eine Gallus-Kapelle errichtet worden. Die Kapelle befand sich mitten im Dorf und wurde später mit grosser Wahrscheinlichkeit zum heutigen Gallushaus umgebaut. Ein Bogenfragment aus Tuffstein ist heute noch in diesem Haus zu sehen. Gallenkirch wurde im Zuge der Rodungstätigkeit von Hornussen aus urbanisiert. Gallenkirch gehörte dann niedergerichtlich zum stiftsäckingischen Dinghof Hornussen. Die Geschichte Gallenkirchs war seit dem Hochmittelalter und bis in das 19. Jahrhundert hinein aufs engste mit dem Kloster Säckingen verknüpft. Die erste Bezeichnung des Dorfes bringt denn auch eine Urkunde des Klosters Säckingen vom 28. Januar 1338. Die Gallenkircher entrichteten bis 1804 Säckingen den Korn- und Weinzehnten, obwohl sie bereits 1460 mit dem schenkenbergerischen Gericht Thalheim bernisch geworden waren.

Gallenkirch auf der Michaelis- und Dufourkarte (um 1840)
Gallenkirch auf der Michaelis- und Dufourkarte (um 1840)
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